Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Amerika, Transkontinental)

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#14 Amerika Western Express

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Western Express von San Francisco, CA nach Pueblo, CO Länge 2'560 km


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08. - 16. Mai 2019 San Francisco - Lake Tahoe (420 km)

Nach vier Tagen Stadtbesichtigung zog es mich wieder weiter. Im Gegensatz zur Pazifik Küste, wo ich mehrheitlich auf der US101 und CA1 war, geht es hier an sehr viel mehr Hauptstrassen und Fahrrad Wegen voran. Da es viel einfacher war, San Francisco mit der Fähre zu verlassen, zog ich diese Variante vor. Als ich in Valleyo am Fähre-Terminal ankam, begann das Abenteuer Transamerika / Transkontinental. Da ich noch kein Reisepartner gefunden hatte, zog ich mal wieder alleine weiter. Die Route führte mich über Sacramento nach Lake Tahoe. Eigentlich wollte ich in Sacramento einen Tag bleiben. Leider war das Hostel ausgebucht und eine Alternative war zu teuer. So zog ich weiter zum nächst gelegenem Zeltplatz. 

gebirgskette 1Am nächsten Morgen konnte ich noch in einem ziemlich flachen Gelände, meine Kilometer machen. Es ging durch Landwirtschaftliche Gegenden, die dann durch Weinbau abgelöst wurden. Als ich diese auch hinter mich gebracht hatte, ging es durch den Eldorado Forest steil aufwärts. Die Fahrt war sehr anstrengend aber Dank des mässigen Verkehrs war es gut machbar. Da ich für fast drei Tage im Wald fuhr, wurde es mit der Zeit auch etwas langweilig. Als ich endlich am Carson Pass auf 2'620 m.ü.M ankam, war ich dann auch so ziemlich ausgelaugt. Trotzt des mehrheitlichen Rückenwind, war dieser lange Anstieg eine grosse Herausforderung. Den ich hatte schon in San Francisco erste Anzeichen von Husten gehabt. Dieser hatte sich inzwischen intensiviert. Da es von hier fast nur noch abwärts ging, konnte ich die restlichen Kilometer relativ schnell erledigen. Das Wetter spielte während der ganzen Zeit mit. So hatte ich tagsüber bis zu 24 Grad. Während der Nacht ging es dann runter bis auf 2 Grad. Als ich im Hostel in Lake Tahoe ankam, bezog ich seit langer Zeit wieder ein Dorm Bett. Übernachtet hatte ich die letzten Tage, in meinem Zelt.

14. - 17. Mai 2019 Lake Tahoe 

Hier machte ich ein paar Ruhetage, damit ich meinen Husten endlich kurieren konnte. Da immer wieder Lake Tahoeschlecht Wetter Fronten vorbeizogen, blieb ich etwas länger wie vorgesehen. Am 16. Mai hatte es fast den ganzen Tag geschneit. Zum Glück blieb er aber nicht lange liegen. Leider gab es nicht viel anzuschauen. Da blieb nur der Spaziergang zum See übrig. Ansonsten war das ein ganz normaler Touristen Ort. Ausser, dass auf der Nevada Seite des Ortes, überal Casino's standen. Über das Wochenende, war das Ski Gebit geöffnet. Aber auf den Wintersport konnte ich gut verzichten. Die Wanderwege sind leider noch nicht begehbar. Dafür konnte ich endlich die zwei Videos von der Pazifik Küste (Vancouver nach San Francisco) fertigstellen.

 

 

 

18. - 19. Mai 2019 Lake Tahoe - Fallon (140 km)

Da die Wettervoraussichten für diesen Tag nicht schlecht waren, packte ich meine Sachen zusammen und bepackte das Fahrrad. Der erste Teil folgte dem See entlang. Kaum hatte ich den See verlassen, kam auch schon die erste kleine Steigung. Nevada highway 50 FallonAls ich oben war, konnte ich eine sehr schöne und lange abfahrt geniessen. Kurz vor Carson City wurde es wieder flach und man musste wieder die Pedalen benutzen. Da es hier nichts spezielles zu sehen gab, zog ich weiter. Von nun an, war eine sehr einsame Landstrasse vor mir. Dank sehr starkem Rückenwind und sehr wenig Verkehr, konnte ich viele Kilometer in einer wunderschönen Gegend abfahren. Als es fünf Uhr wurde, beschloss ich, den nächsten "State Park Zeltplatz" anzusteuern und dort zu übernachten.
Tags darauf machte ich noch die restlichen 30 Kilometer nach Fallon. Der Plan war eigentlich, noch weiterzufahren. Aber dicke schwarze Regenwolken zogen auf und der Wind wurde kräfiger. So entschloss ich mich, mir ein Zimmer in einem Motel zu nehmen. Kurze Zeit später, fing es an zu regnen und so verbrachte ich die meiste Zeit im Zimmer und machte meine "Hausaufgaben".

 

20. - 22. Mai 2019 Fallon - Ely  (415 km)

Etwas unsicher machte ich mich auf den Weg nach Ely. Denn das Wetter war alles andere wie stabil und die Temperaturen waren bei weitem nicht so, wie es man in dieser Jahreszeit erwarten konnte. nevada Highway50 EurekaAber gemäss Wettervorhersagen, sollte ich immer gerade so, zwischen den Fronten sein. Da es über Nacht, sehr kalt werden würde, entschloss ich mich, immer in einem Motel zu übernachten. Das hatte auch zur folge, dass ich pro Tag mehr wie 120 km machen musste. Aber da hatte ich wieder grosse Unterstützung vom Rückenwind. Dieser bliess mich regelrecht die Hügel hinauf. Ich war immer auf dem Highway 50  und konnte meine Kilometer in einer sehr spektakulären Kulisse machen. Zwischendrin war ich in einer Art Steppe und kurze Zeit Später war ich wieder in einer verschneiten Alpinen Umgebung. Übernachtete habe ich in Austin und Eureka. In Ely quartierte ich mich in einem geschichtsträchtigen Hotel ein. Da es auch gleichzeitig ein Casino war, war der Preis sehr tief.

 

23. Mai 2019 Ely

Ruhetag

 

24. - 26. Mai 2019 Ely - Cedar City ( 325 km)

Utah Highway21 BakerNach dem regnerischen Ruhetag, war ich wieder fit, für die Weiterreise. Die Route führte mich via Baker und Milford nach Cedar City. Die Strecke war auch wieder sehr spektakulär. Die meiste Zeit war ich alleine auf den Strassen und konnte so die Weite um so besser aufnehmen. Die ersten zwei Tage wurde ich noch vom Rückenwind unterstützt. Aber am dritten Tag musste ich einem sehr starken Gegenwind ankämpfen. Am ersten Tagen traf ich zwei Tourenfahrer aus Amerika, diese hatten aber ein Tempo drauf, da hatte ich keine Chance mitzuhalten. Am letzten Tag traf ich noch ein Deutscher, der in die Gegenrichtung fuhr. Er hatte an diesem Tag Glück mit dem Wind. Als ich dann hundemüde in Cedar ankam, ging ich zu einem Motel. Die Tage zuvor, hatte ich im Zelt übernachtet.

 

27. Mai 2019 Cedar City

Ruhetag (es schneite den ganzen morgen)

 

28.- 30. Mai. 2019 Cedar City - Escalante (225 km)

 Nach einem kontroll Blick auf die Wettervorhersagen, wagte ich die Weiterreise. Den diese sagten, es sollte in den nächsten Tagen nicht mehr regnen. Utah Higway 14So packte ich die Sachen zusammen und machte mich auf, Richtung Bryce Canyon. Aber zuerst musste ich noch von 1'790 m.ü.M. auf über 3'000 m.ü.M. Da sich der Verkehr in Grenzen hielt, war es trotz allem eine angenehme Fahrt. Aber je näher ich der Passhöhe kam, umso mehr regnete es. Als ich oben ankam, war es dann ein sehr starkes Schnee treiben. Zum allem Übel, kam noch dazu, dass die Strasse, die ich eigentlich nehmen sollte, gesperrt war. Nach einem kurzen Blick auf meine Karte, fand ich eine alternative Route, die nicht viel länger war. Die Temperaturen gingen runter und ich fing an zu frieren. Bei einem Stop, holte ich meine dicken Handschuhe und Regenhose raus. Als ich dann ca. 2h später, am Campingplatz von Panguitch Lake ankam, war der Schnee zwar weg, aber es war immer noch sehr kalt.
Als ich am anderen Morgen mein Zelt abbrach, war die Sonne bereits da. So machte ich mich auf zum Bryce Canyon. Da es stetig etwas abwärts ging, wurden die Temperaturen wieder angenehm warm. Uta BrycecanyonIm Visitor Center, erfuhr ich, dass die Campingplätze im Park geschlossen sind und ich für die Nacht, ein Zeltplatz ausserhalb des Parkes nehmen sollte. Da es keinen Sinn machte, in den Park hinein zu radel und danach wieder hinaus, setze ich meine Reise fort. Als ich in Cannonville ankam, ging ich zum Zeltplatz und übernachtete in meinem Zelt.
Am anderen Morgen setzte ich meine Reise nach Escalante fort. Die Fahrt dorthin war super schön und sehr abwechslungsreich. Die Landschaft war wie schon in den Tagen zuvor, einfach genial. Als ich dann um 14:00 Uhr bereits da war, entschloss ich mich, noch etwas weiter zu fahren. Den nur ein paar Kilometer entfernt, sollte es ein sehr schöner Zeltplatz geben, der direckt an einem beliebten Wanderweg war. Als ich dort ankam, suchte ich mir ein schönes Plätzchen und stellte mein Zelt auf. Als ich dann auf den Track wollte, fing es leider an zu regnen. So verschob ich die Wanderung auf den nächsten Morgen.

 

31. Mai - 03. Juni 2019 Escalante - Dolores (500 km)

Am nächsten Morgen war der Himmel blau und die Sonne schien. So machte ich mich auf, um den Track abzulaufen. In diesen 2 1/2 h konnte ich im Canyon wunderschöne und bizarre Felsformationen und Lichtspiele erleben. Utah GlenCanyonDanach schwang ich mich wieder auf mein Fahrrad und begab mich nach Torrey. Dazwischen war noch ein Hügel der etwa 1'000 m höher war. Die Fahrt war eher langweilig, da es immer bergauf ging und die Aussicht war die meiste Zeit nicht wirklich interessant. Dies änderte sich schlagartig, als ich kurz vor Torrey war. Da kamen die komischen Berge, die mich noch eine ganze Weile begleiteten. Aber zuerst genehmigte ich mir auf dem Zeltplatz eine Übernachtung, um am anderen Morgen, gestärkt weiter zu fahren. Von nun an, fuhr ich in einer Kulisse, die man nur mit Superlativen Ausdrücken beschreiben kann. Mit dem Fahrrad, in dieser Gegend herumzufahren, ist einfach magisch. Als ich in Hanksville ankam, genehmigte ich mir noch einen Hamburger mit Pommes. Natürlich war ein grosses Getränk auch mit dabei. Bevor ich aber das Restaurant verliess, kaufte ich mir noch 3 Liter Wasser und etwas zu Essen. Hier war es die letzte Möglichkeit, noch etwas einzukaufen, denn die nächsten 200 km gab es keine Möglichkeit mehr. Dazwischen habe ich auf kostenlosen Campingplätzen übernachtet, die keine Infrastruktur hatten. Also kein WC, geschweige eine Dusche. Die Fahrt war sehr anstrengen aber dafür sehr spektakulär. Eigentlich wollte ich am dritten Tag bis Monticello fahren aber da ich bereits müde war, machte ich bereits in Blanding Schluss. So konnte ich mal wieder richtig Essen und die durchgeschwitzten und stinkigen Kleider waschen. Am anderen Morgen konnte ich dafür für knapp 2h nach Monticello den Berg hochstrampeln. Dort verpflegte ich mich noch und dann ging's nach Colorado. Genauer gesagt, ein paar km vor Dolores. Die Fahrt dorthien war wieder auf belebten Hauptstrasen. Das war ein krasser Gegensatz zu den letzten Tagen. Dort übernachtete ich an einem sehr schönen Zeltplatz. 

 

05. - 07. Juni 2019 Dolores - Montrose (200 km)

Als ich in Dolores ankam, ging ich zuerst bei einem Fahrrad Geschäft vorbei. Mir war aufgefallen, dass am Vorderrad, ein kleines seitliches Spiel besteht. Leider konnte er das Problem auch nicht beheben. Denn am Naben-Dynamo hat es anscheinend ein Kugellager, dass nicht mehr gut ist. Da ich das beim Fahren nicht merke, entschloss ich, weiter zu fahren. Aber zuerst wurde noch die Kette ersetzt. Diese hatte auch schon wieder über 4'000 km hinter sich. Da es von nun an, über 1'000 Meter bergauf ging, blieb ich nicht in Dolores, um die Strecke in zwei Tagen aufzuteilen. So Übernachtete ich auf einem Camping Platz der etwa im ersten drittel der Strecke war.

ColoradoBergseeAm anderen Tag ging es dann weiter Richtung Montrose. Es war ein ständiges auf und ab. Man hatte das Gefühl in der Schweiz zu sein. Überall waren verschneite Berge. Übernachtet habe ich in einem Gratis Campingplatz in Placerville.

Am letzten Tag musste ich wieder für etwa 2h bergauf. Als ich dann oben angekommen war, gab es dann eine sehr lange und abwechslungsreiche Abfahrt. Als ich in Montrose angekommen war, suchte ich wieder einen Zeltplatz und schaute danach die Stadt an.

 

 

08. - 09. 2019 Montrose - Salida (200 km)

Nachdem ich Montrose wieder verlassen hatte, ging es fast nur noch auf dem alt bekannten Highway 50 Berg aufwärts. Genauer gesagt, es ging von 1'770 m.ü.M bis auf 3'440 m.ü.M. Dank eines starken Rückenwindes, kam ich einiges schneller vorwärts. So konnte ich die Höhenmeter und die über 200 km, in zwei Tagen machen. Das Wetter machte auch mit, so hatte ich eine hervorragende Weitsicht. Der Verkehr zog gegen den Schluss an, aber es war dank des breiten Fahrrad Streifen, kein Problem. Übernachtet habe ich auf einem Zeltplatz in Gunnison. Da dieser bereits über 2'300 m.ü.M war, wurde es in der Nacht bitter kalt.

Tags darauf ging es dann über den berüchtigten Monarch Pass, nach Salida. Der Anfang war noch gut machbar, aber die letzten paar Kilometer hatten es in sich. ColoradoMonarchAls ich dann endlich oben ankam, hatte ich eine wunderschöne Bergkulisse vor mir. Da aber ein ziemlich kalter und stärker Wind bliess, ging ich nach dem obligaten Foto, gleich wieder weiter. Von nun an ging es sehr steil abwärts. So musste ich immer bremsen. Hoffte, dass diese den Job gut machten. Als die Strasse wieder flacher wurde, war ich sehr erleichtert. Den am Schluss kam der Wind von allen Seiten. Das machte das Fahren mit so viel Gepäck, sehr mühsam. Nachdem ich in Salida ankam, fuhr ich zum Hostel.

 

 

10. Juni 2019 Salida

Als erstes ging ich wegen dem Vorderrad zum Fahrradgeschäft. Als ich sagte, dass mein Naben-Dynamo defekt sei und ich einen neuen haben sollte, starrte er mich ungläubig an. So etwas haben wir hier nicht. Ich müsste damit in die wirklich grossen Städten gehen. Da ich das nicht vor hatte, kaufte ich ein stabiles Vorderrad mit einer normalen Nabe. Mein Navi, kann ich auch über die Power-Bank oder dem Solar-Panel laden. Danach ging ich noch den Hausberg hoch und genoss die Aussicht.

 

11. - 12 Juni 2019 Salida - Pueblo (170 km)

Die letzte Etappe war zugleich auch die letzte grosse Steigung für eine sehr lange Zeit. Um zu Pueblo zu kommen musste ich wieder von 2'150 m.ü.M auf 2'700 m.ü.M. Da der Wind auch heute wieder von hinten kam, war der Tag wieder einer der einfacheren. Als ich am geplanten Übernachtungs Ort ankam, war es gerade 14.00 Uhr. So entschloss ich, dass ich noch bis kurz vor Pueblo weiterfurhr. Zum einen hatte ich immer noch Rückenwind und zum anderen, sollte es nach ein paar Kilometer fast nur noch abwärts gehen. Nach dem ich kurz vor dem Ziel war, änderte sich die Windrichtung. So musste ich die letzte Stunde noch gegen den Wind ankämpfen. Zur Belohnung konnte ich an einem wunderschönen Zeltplatz, der direkt neben dem See war, übernachten.

Am nächsten morgen ging es nach Pueblo hinein. Da die Stadt nichts besonderes zu bieten hatte, fuhr ich noch zu einem Laden und füllte meine Vorräte auf. Damit war der Teil "Western Express" abgeschossen und startete dafür den "TransAmerika".