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Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Südost Asien, Vietnam)

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#9 Südost Asien (Vietnam)

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13. Juli 2018 Svay Rieng - Ho-Chi-Minh (111 km)

Eigentlich war ich ziemlich sicher, dass der heutige Tag nach Plan ablaufen wird. Aber es kam anders. Der erste Abschnitt war noch in Ordnung. Als ich dann an der Grenze war, wurde mein Visa welches ich durch die Vietnamesische Botschaft in Bern erhalten habe, nicht akzeptiert. Somit aktivierte ich den Plan B. Gegen eine höhere Gebühr, bekam ich dann doch mein Visum, allerdings musste ich 5 Stunden darauf warten. Das hatte zur Folge, dass ich Ho-Chi-Minh, nicht um 16.00 sondern um 21.30 ankam. Somit musste ich mehrheitlich bei Dunkelheit fahren. Das war auf der einen Seite sehr spannend aber auf der anderen Seite sehr mühsam. Aber ich machte das Beste daraus.



14. - 16. Juli Ho-Chi-Minh

Stadtbesichtigung

 

17. - 21. Juli Ho-Chi-Minh - Da Lat (408 km)

Nach 4 Tagen Grossstadt Treiben, hatte ich genug und schwang mich wieder auf mein Fahrrad. Meine Route führte mich Nord-Östlich Richtung Dong Xoai. Nachdem ich die Agglomeration verlassen hatte, wurde es auch wieder etwas ruhiger auf den Strassen. Wie schon von anderen gehört, fährt man hier auch gegen den Verkehr. So musste ich immer damit rechnen, dass jemand mir entgegenkam. Das macht das Fahren hier sehr mühsam. Die Strecke führte mich durch sehr schöne Gegenden. Da die Strassen auch einigermassen gut waren, konnte ich gute Kilometer machen. Als ich kurz von dem "Ho Tri An" See war, musste ich noch mit einer Fähre einen Fluss überqueren. Die Fähre wurde betrieben, wie zu Grossvaters Zeiten. Aber dafür kam das Abenteuer zum Zug. Als ich dann auf der anderen Seite ankam, ging es weiter, immer schön dem Stausee entlang. Danach ging es dann Nördlich die TD761 hinauf. Die Strasse war am Anfang noch in einem sehr guten Zustand, leider wurde es aber immer schlimmer. Am Schluss fuhr ich dann auf löchrigen Naturstrassen. Ich war sehr erstaunt darüber. Den auf meiner Strassenkarte wurde diese FETT dargestellt. Somit sollte es eigentlich eine gute Strasse sein. Nach ein paar Kilometer kam dann der Paukenschlag. Plötzlich war die Strasse gesperrt und an ein weiterkommen war unmöglich. Den vor mir war eine Strasse die mit grossen Steinen darauf. Als ich dann neben mir ein Gebäude sah, führ ich näher heran und fragte ein Mann der mich neugierig anschaute. Nach einem kurzen Gespräch, war es klar, dass ich den ganzen Weg wieder zurück musste. Die Strasse war von einem Fluss weggeschwemmt worden. Zähneknirschend kehrte ich kurz vor dem Ziel wieder um und versuchte, so weit wie möglich wieder aus dem Urwald zu kommen. Da es schon 17.00 war und es ab 19.00 dunkel wird, musste ich mich sputen. Als ich dann an einem kleinen Ort ankam, deckte ich mich noch mit Lebensmittel ein und fragte wo ich mein Zelt aufbauen konnte. Leider waren die Leute hier NICHT sehr hilfsbereit und sagten, ich sollte es an einem anderen Ort versuchen. Nach dem fünften mal weiterschicken hatte ich genug und verliess das Dorf. Nach ein paar Kilometern sah ich einen kleinen Weg, der mich etwas weiter weg von der Strasse brachte. Als der kleine Weg auch aufhörte, stellte ich dort mein Zelt auf und übernachtete mitten im Urwald.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder weiter. Da ich meine geplante Route nicht fortsetzen konnte, musste ich eine alternative Route nehmen. Mit meinen Smartphone und dem ausgezeichnete Navigations-App war das überhaupt kein Problem. Somit machte ich mich auf den Weg nach Long Kanh. Dort angekommen, verbrachte  die Nacht in einem sehr schönen Motel, aber da ich weiter wollte, begab ich mich am nächsten Morgen wieder auf das Fahrrad und radelte nach Bao Loc. Die ersten zwei Drittel waren sehr schön zu fahren, aber dann kam der "Bao Loc Pass". Dieser war seit Thailand genauer gesagt Tak, wieder einmal ein sehr steiler Aufstieg. Da ich keinen "schleichweg" zur Verfügung hatte, war das fahren neben all dem Verkehr sehr mühsam. Als ich in Bao Loc ankam, war ich dann sehr dankbar. Denn mein Hinterteil fing an zu schmerzen. Nachdem ich mich wieder in einem Guesthous einquartiert hatte, begab ich mich auf die Suche nach etwas zu essen.

Nach einem zusätztlichen Tag in Bao Loc setzte ich meine Reise Richtung Da Lat fort. Da Lat ist eine auf 1'500 m.ü.M gelegene kleine Stadt. Diese wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut und ist während der heissen Monaten ein beliebtes Ausflugsziel. Die Fahrt dorthin war sehr abwechslungsreich, da es immer wieder auf und ab ging. Natürlich gab es dazu auch unzählige Kurven. Am Schluss war noch ein heftiger Anstieg zu meistern. Aber das war eigentlich kein Problem. Da der Himmel leicht bedeckt war, und ich in einer Höhe war, die angenehme Temperaturen hatte, ging es fast von alleine. Oben angelangt, radelte ich zu meinem neuen Hostel. Nach einem köstlichen Abendessen, schaute ich noch den berühmten Nachtmarkt an.

 

22. - 23. Juli 2018 Da Lat

Stadtbesichtigung

 

24. - 29. Juli 2018 Da Lat - Kon Tum (420 km)

Nach 3 Tagen auf 1500 m.ü.M zog es mich wieder weiter. Da Lat war sehr schön. Vor allem war es angenehm kühl. Kein Wunder haben die Franzosen hier in der Kolonialzeit, eine Stadt erbaut. Zunächst ging es mal wieder durch wunderschöne Landschaft, abwärts. Es wurde auch wieder merklich wärmer. Wie schon zuvor, musste ich auch heute wieder meine zuvor geplante Route verlassen. Denn nach ca. 30 km wurden die Strassen immer schlechter und am Schluss war ich wieder mehrheitlich auf Schotterpisten. Aber dieses Mal, hatte ich die Möglichkeit, auf die Hauptstrasse auszuweichen. Hatte natürlich einiges mehr an Verkehr und entsprechend mehr Treiben neben den Strassen. Als ich dann den Pass passiert hatte, wurde es dann plötzlich ruhig. Der Verkehr ging massive zurück und die Menschen waren verschwunden. Dafür konnte ich in einer traumhaften Landschaft, meine Fahrt geniessen. Dieser Abschnitt war bei weiten der schönste in ganz Vietnam. Die Strecke war sehr kurvenreich und es ging immer ein wenig auf und ab. Genau das, was ich will. Die Idylle wurde plötzlich kurz vor Pi Ko durch ein herannahendes Gewitter unterbrochen. Als ich anhalten wollte, um den Regenschutz anzuziehen, sah ich auf der anderen Strassenseite ein Hotel. Da es schon 17.00 Uhr war, und ich auch schon über 100 Kilometer gemacht habe, ging ich rüber und bezog mein Zimmer.
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Buon Ma Thuot. Auch heute war es eine Fahr in eine andere Welt. Überall wo man hinsah, bekam man den Eindruck, die Zeit wäre vor 100 Jahren stehengeblieben. Man konnte Leute sehen, die in den Reisfeldern arbeiteten, oder Leute die mit Wasserbüffel etc. durch die Gegend zogen. Aber irgendwann kam dann wieder eine kleinere Stadt und dann war ich wieder in der Gegenwart. Der Verkehr nahm wieder zu und das hektische Treiben auf den Strassen, hatte mich wieder. Die letzten paar Kilometer bis Buon Ma Thuot waren entsprechend hässlich.
Heute ging es weiter Richtung Kon Tum. Das erste Tages-Ziel war Ea Drang und am darauf folgenden Tag war es dann Pleiku. Die Route war hauptsächlich auf der Hauptstrasse AH17. Diese Strecke ist auch unter der Bezeichnung Ho-Chi-Minh Highway bekannt. Die Strecke war mit dem Fahrrad nicht wirklich sehr interessant abzufahren. Aber immerhin war die Umgebung sehr abwechslungsreich. Leider war wieder alles verbaut und somit war kaum eine längere Fahrt in der freien Natur möglich. Als ich dann von Pleiku den letzten Abschnitt unter die Räder nahm, ging es im gleichen Stil weiter. Aber da ich heute nur 50 km machen musste und dies dazu noch die meiste Zeit abwärts, war das dann doch sehr angenehm. Somit konnte ich das Städtchen am Nachmittag noch etwas genauer anschauen.

 

30. - 31. Juli 2018 Kon Tum

Stadtbesichtigung und Reiseplanung.

 

01. - 03. August 2018 Kon Tum - Hoi An, Da Nang (280 km)

Heute konnte ich mit einem Pärchen aus Köln mitradeln. Das war für mich eine willkommene Abwechslung. Den schon seit Monaten, habe ich keine Tourenfahrer mehr gesehen, die in meine Richtung gingen. Es war für mich sehr ungewohnt. Den auf einmal musste ich nicht Navigieren, konnte einfach den anderen folgen. Aber da diese mit Leichtgewicht unterwegs waren, waren die um einiges schneller wie ich. Aber das ist so, wenn man für alle 4 Jahreszeiten gerüstet sein muss und noch ein Zelt dabei hat. Da hat man automatisch etwas mehr dabei. So kam es, dass ich abwärts schneller war wie die und aufwärts war es dann anders. Aber da die Strecke am ersten Tag nur ein bisschen auf und ab ging, hielt sich das kleine Problem in Grenzen.
Am zweiten Tag ging es dann richtig zur Sache. Die Strecke wurde wieder abwechslungsreich und ein grösserer Aufstieg auf über 1'100 m.ü.M war angesagt. Da die anderen am Anfang noch ein bisschen Anlauf Schwierigkeiten hatten, zog ich alleine davon. Somit konnte ich mein Tempo selber bestimmen. Als ich dann so ziemlich erschöpft in Kham Durc ankam, suchte ich mal wieder meine nächste Unterkunft und erholte mich von den Strapazen. Kurze Zeit später kamen die anderen auch an.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann wieder getrennt weiter. Ich wollte nach Hoi An und die anderen wollten nach Hue. Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhr ich dann Richtung Hoi An los. Die Strecke hatte keinen Anstieg mehr, im Gegenteil, es ging ans Meer. Da ich immer tiefer kam, stiegen die Temperaturen wieder an. So war mein grösster "Gegner" die Hitze. Aber dafür war die Landschaft einfach absolut genial. So viel getrunken wie heute, hatte ich schon lange nicht mehr. Als ich dann endlich das "Süd Chinesische Meer" sah, hatte ich mein Ziel schon fast erreicht. Da es schon seit längerer Zeit ziemlich flach war, war die Sicht auf die Küste und die vorgelagerten Inseln, umso eindrücklicher. Als ich am Hostel ankam, verbrachte ich den Rest des Tages dort.



4. - 05. August 2018 Hoi An

Stadtbesichtigung und den Strand geniessen.

 

06. August 2018 Hoi An - Hue (130 km)

Heute war ich vor 7.00 Uhr auf dem Fahrrad. Aber vorher konnte ich noch ein ausgezeichnetes Frühstück im Hostel geniessen. So konnte ich mit genügend Energie die Tour in Angriff nehmen. Zuerst ging es nach Danang. Von dort aus bezwang ich dann den Wolkenpass. Die Umgebung war sehr schön. Mann konnte immer wieder die Küste mit einem wunderschönen Sandstrand sehen. Als ich dann auf 475 m.ü.M. war, konnte ich dann eine wunderschöne und abwechslungsreiche Abfahrt geniessen. Am Fusse des Passes war ein kleines Dörfchen in einer wunderschönen Gegend eingebettet. Nach einer kurzen Besichtigung zog es mich dann doch weiter nach Hue. Immerhin hatte ich noch über 60 km vor mir. Das alles, in dieser Hitze und von jetzt ab, musste ich auch noch auf die AH1. Das ist die Hauptverkehrsader von Vietnam. Aber zu meinem Erstaunen, war fast kein Verkehr vorhanden. Somit konnte ich doch noch die Strecke einigermaßen geniessen. Als ich dann endlich in Hue ankam, war ich sehr dankbar. Den die Hitze war mörderisch. Nach dem Einchecken im Hostel, ging es mal wieder auf eine sehr kurze Erkundungs Tour. 

 

07. - 08. August 2018 Hue

Stadtbesichtigung und den Strand geniessen.

 

Weiterlesen: B009 Weltreise Asien Vietnam

Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Südost Asien, Kambodscha)

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#8 Südost Asien (Kambodscha)

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29. Juni 2018 Poipet (Sisophon)

Der Grenzübertritt verlief eigentlich ohne Probleme. Da ich wirklich wie ein westlicher Tourist aussah, wiesen mir die netten Beamten immer wieder den Richtigen Weg zur nächsten Stelle. Aber nach einigem Papierkram hatte ich das "visum on arrival" und die nötigen Stempel in meinem Pass. So machte ich mich wieder auf den Weg zur nächsten Stadt, wo ich die  Unterkunft gebucht hatte. Dort angekommen, bezog ich wieder mein Zimmer und danach ging es zum Marktplatz um etws zu Essen. Immerhin hatte ich heute über 100 km in dieser Hitze gemacht.



30. Juni 2018 Sisophon - Siem Reap (102 km)

Nach dem Morgenessen machte ich mich auf nach Siem Reap. Der Weg war wie in den letzten Tagen, ziemlich langweilig. Dafür waren die "Sachen" die neben der Strassen stattfanden, viel interessanter. Immer wieder tauchten Marktstände auf, die alles mögliche verkauften. Das ging von grossen Skulpturen bis zum billigen Schrott. Als ich dann in Siem Reap ankam, bezog ich wieder die neue Unterkunft. Danach machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Marktplatz und genoss den schönen Nachmittag. 

 

01. Juli 2018 Siem Reap

Stadtbesichtigung

 

02. - 04 Juli 2018 Siem Reap

Besichtigung  der nahegelegenen Angkor Wat Tempel-Anlage

 

05. - 07 Juli 2018 Siem Reap - Kampong Cham (256 km)

Diese Strecke hatte ich in zwei grössere Teilstrecken unterteilt. Übernachtet habe ich dazwischen in einer kleinen Stadt Namens Kopong Thon. Grösstenteils ging es auch wieder gerade aus und die kleinen Steigungen waren kaum wahrzunehmen. Da zum Teil ein mässiger Wind von hinten rechts kam, war es recht gut zum fahren. Aber da ich im Wind war, hatte der Wind für mich keine Abkühlung. Somit wurde es ziemlich heiss und ich musste immer wieder ein schattiges Plätzchen aufsuchen. Am zweiten Tag wurde es ein bisschen spannender. Da es Präsidentenwahl ist, traf ich immer wieder auf Leute die für ihren Favoriten Werbung machten. Da der Sieger bereits feststeht, habe ich das Treiben so gut es ging ignoriert. Der Oppositions-Führer ist im Gefängnis und das ist nicht wirklich eine gute Voraussetzung für eine faire Wahl. Als ich dann ich Kampong Cham ankam, begab ich mich zu meiner neuen Unterkunft und blieb den Rest des Tages auch dort. Mein neues Gasthaus ist etwas ausserhalb, aber dafür gibt es hier ein super Essen und ich bin ich direkt neben dem grossen Fluss Mekong.

 

08. Juli 2018 Kampong Cham

Stadtbesichtigung
Heute bekam ich mein Vietnam Visum :-)

 

09. - 11. Juli 2018 Kampong Cham - Kratie und wieder zurück (250 km)

Ausnahmsweise nahm ich heute den Roller. Dieser konnte ich hier in der Unterkunft zu einem sehr günstigen Preis Mieten. Das Tagesziel war Kratie und liegt ca. 125 km Nordöstlich von Kampong Cham. Da ich wieder hierhin zurück musste, war das die beste Wahl. Mit dem Fahrrad wäre es auch möglich gewesen. Aber bei dieser Hitze gönnte ich mir etwas Ruhe. Zudem wollte ich schon immer in Asien mit dem Roller herumfahren. Der Weg führe mich die ganze Zeit neben dem Mekong her. Die Strassen waren zum Teil in einem sehr schlechten Zustand. Dafür war es eine absolut geniale und sehenswerte Fahrt. Es war eine Fahrt in einer anderen Welt. Auch wenn ich max. 40 km/h fahren konnte, war es trotzdem zu schnell. Mit dem Fahrrad hätte man mehr sehen können. 
Kratie ist bekannt für die Delfine die man bei einer Flussfahrt auf dem Mekong sehen kann und für eine sehr schöne Insel die man gut zu Fuss oder mit dem Fahrrad besichtigen konnte. Da ich schon mehrere Delfine gesehen hatte, begab ich mich auf dem darauffolgenden Nachmittag auf die Autofreie Insel und genoss dort die Ruhe. Am Vormittag fuhr ich etwas mehr die Küste hinauf und besichtigte einen sehr schönen Buddhistischen Tempel der auf einer kleinen Anhöhe war.
Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück. Dieses Mal nahm ich die Hauptstrasse. Die Strecke ist etwas länger aber dafür sind die Strassen besser ausgebaut. Als ich in Kampong Cham angekommen war, machte ich noch einen kleinen Abstecher auf die vorgelagerte Insel Koh Pen. Als dann nach einer Stunde ein Gewitter näher kam, fuhr ich wieder zurück zur Unterkunft und genoss dort die restliche Zeit.

 

12. Juli 2018 Kampong Cham - Svay Rieng (130 km)

Die Strecke von heute, war mit abstand die schönste von ganz Kambodscha. Endlich konnte man weg von den Hauptstrassen. Der Verkehr reduzierte sich massiv und man konnte endlich die Landschaft geniessen. Auch die Bevölkerung reagierte viel freundlicher auf mich, ich wurde sogar zweimal für einen Tee eingeladen. Die mittlerweile langweiligen Strassen-Stände verschwanden und machten Platz für eine wunderbare Landschaft. Leider oder Gott sei Dank, waren die Strassen grösstenteils nicht geteert. Das machte das Vorwärts kommen etwas schwieriger. Aber da es super Wetter war, konnte man gut auf diesen Strassen fahren. Die Strecke war mit 110 km recht lang und somit war ich schlussendlich über 8h unterwegs. Als ich dann ich Svay Rieng ankam, war ich dann ziemlich fertig.

Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Südost Asien, Thailand)

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#7 Südost Asien (Thailand)

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01. Juni 2018 Chiang Mai

Kurz vor Mitternacht landete ich in Chiang Mai. Da ich bereits den dritten Flug innerhalb von 20 Stunden hatte, war ich entsprechend müde. Aber dank meiner neuen Gastgeberin Shirley und der Problemlosen Beförderung meines gesamten Gepäcks, war ich innerhalb kürzester Zeit in meinem neuen Zuhause. Nach einem kurzen Gespräch und natürlich einer längeren Dusche, begab ich mich hudemüde zu Bett. 

 

02. Juni 2018 Chiang Mai

Am nächsten Morgen montierte ich wieder mein Fahrrad zusammen. Dabei viel mir auf, dass meine Trägerhalter am Vorderrad, stark gelitten haben. Aber nach 12'000 km innerhalb eines Jahres mit unter anderem sehr schlechten Strassen, ist das kein Wunder. Da ich Kabelbinder dabei hatte, versuchte ich, das Problem wenigsten provisorisch zu lösen. Die weiteren Kilometern werden das weitere vorgehen bestimmen. Den Rest des Tages, verbrachte ich mit Shirley. Sie zeigte mir die nähere Umgebung und wir verbanden es auch gleich mit einem Grosseinkauf und einem Ausflug zu einem traditionellen Markt.

 

03. Juni 2018 Chiang Mai

Stadtbesichtigung mit dem Fahrrad (ohne Gepäck).

 

04. Juni 2018 Chiang Mai

Stadtbesichtigung

 

05. - 11. Juni 2018 Chiang Mai - Mae Sariang (413 km)

Nach der Verabschiedung von meiner Gastgeberin, machte ich mich auf, nach Nordwesten. Genauer gesagt, nach Pai. Dieser Ort erreichte ich mit einer wunderschönen zweitägigen Fahrt. Zwischendrin konnte ich am King-Viewpoint im Zelt Übernachten. In Pai war ich in einen Packpacker. Am nachfolgenden Tag, schwang ich mich auf das Velo und gelangte so zu den Sehenswürdigkeiten. Am liebsten wollte ich noch einen Tag länger bleiben aber ich hatte noch einige Kilometer abzustrampeln. So machte ich mich auf Richtung Mae Hong Son. Die Landschaft war auch hier sehr hügelig. Somit musste ich sehr viele Höhenmeter machen. Dafür wurde ich immer wieder mit einer erfrischenden Abfahrt belohnt. Da es sehr schwierig war, einen geeigneten Zeltplatz zu finden, entschloss ich mich, nach Ban Me Lanna zu fahren. Dort waren die Höhlen und somit auch einige Unterkünfte. Kaum hatte ich mein Zimmer bezogen, da fing es an, mächtig zu Schütten. Nach 10 Min. war alles wieder vorbei und so konnte ich noch den Ort erkunden.
Am nächsten Morgen ging es nach Mae Hong Son. Der Weg führte mich durch dichten Urwald. Der Verkehr war sehr gering, dafür waren die Geräusche neben der Strasse umso Lauter. Tiere hatte ich keine gesehen, dafür machten die Grillen einen Ohren betäubenden Lärm. In Mae Hong Son suchte ich das zuvor reservierte Gasthaus und verbrachte dem Rest des Tages an diesem Ort. Am nächsten Tag ging es nach Khun Yuam. Diese Strecke war im Vergleich sehr einfach, da es fast keine Steigungen mehr hatte. Dafür regnete es fast die ganze Zeit. Zum Glück war die Sicht gut und so konnte ich trotzdem die Gegend geniessen. Dazu kam, dass der Regen die Hitze etwas erträglicher machte. Der letzte Abschnitt zu Mae Sariang war im Grossen und Ganzen gleich wie am Vortag. Die grossen Steigungen nahmen ab, dafür gab es auch mal gerade Strecken. Dank der guten Strassen, kam ich sehr gut voran. Als ich um 16:00 Uhr im Ort ankam, suchte ich wieder mein Gasthaus und erkundete nachher noch die nähere Umgebung.

 

12. - 16. Juni 2018 Mae Sariang - Tak (305 km)

Da es wieder mal eine längere Tour werden würde, machte ich mich rechtzeitig auf den Weg. Zuerst ging es durch kleinere Dörfer. Überall wo man hinschaute, waren Micro Läden. Nach einigen Kilometern verschwanden diese und dann war ich plötzlich im Urwald. Zuerst ging es auf 400 Meter Höhe, nach einer längeren Abfahrt wurde es dann Ernst und ich musste wieder auf über 800 m.ü.M. Als ich dann endlich das auf und ab auf dieser Höhe auch hinter mich gebracht hatte, fing es an zu regnen. Zum Glück kam rechtzeitig ein Unterstand und ich beschlagnahmte diesen, in Sekunden Bruchteile. Als ich mich herumschaute, sah ich gleich hinter mir einen grösseren Unterstand. Da dieser nicht in Gebrauch war, baute ich mein Zelt unter diesem auf. Da es nonstop regnete, war ich dort für den Rest der Zeit, an einem trockenen Ort.
Am nächsten Morgen ging es noch einmal ein bisschen hoch, aber dann kam die Abfahrt. Da die Strassen nicht immer so gut waren, musste ich immer wieder ziemlich abbremsen. Somit konnte ich nicht wie gedacht, Kilometer bolzen. Als ich dann unten angekommen war, ging es dann mehr oder weniger gerade aus. Der Weg führte mich ziemlich nahe an der Grenze zu Myanmar vorbei. Was mir aufgefallen ist, waren die unzähligen Check-Points, die alle paar Kilometern auftauchten. Aber da hier nicht wirklich kontrolliert wurde, fuhr ich wie die anderen auch, mit reduziertem Tempo durch. Als ich dann nach 130 km ziemlich müde in Mae Ramat ankam, suchte ich das Hotel und richtete mich dort ein. Am nächsten Morgen lies ich mir Zeit, da das nächste Ziel nur 40 km entfernt war. Als sich die Regenwolken verzogen hatten, machte ich mich wieder auf den Weg nach Mae Sot. Auch dort bezog ich ein Hotel und blieb dort ganze zwei Tage. Die letzten paar Tage waren schon ziemlich anstrengend. Natürlich mussten meine Kleider auch mal wieder "richtig" gewaschen werden.
Ausgeruht und mit sauberen Kleidern, machte ich mich auf nach Tak. Dazu musste ich zuerst von 300 auf 600 m.ü.M. Danach gab es wie üblich eine kleine Abfahrt um nachher wieder auf sehr mühsame Art auf 880 m.ü.M. zu gelangen. Leider wird die Strasse zusätzlich noch ausgebaut. Das bedeutete, dass es sehr viele Baustellen und Umleitungen dazwischen hatte. Aber auch diese Herausforderung meisterte ich. In der Hälfte verschwanden die Baustellen und das Fahren wurde wieder einfacher. Der letzte Drittel war dann eine wunderschöne Abfahrt. Da fast kein Verkehr herrschte, machte das ganze doppelt so viel Spass. In Tak angekommen, fuhr ich zu meiner neuen Unterkunft. Danach schaute ich mir noch die Stadt etwas genauer an.

 

17. - 19. Juni 2018 Tak - Dan Chang (310 km)

Auch dieser Streckenabschnitt führte mich durch wunderschöne Tropen-Landschaften. Es war bei weitem nicht mehr so wild, wie bei den letzten Abschnitten. Die Gegend war etwas Flacher, somit konnten ich auch wieder grössere Strecken machen. Übernachtet habe ich in der ersten Nacht im Zelt. Da es seit Tak nicht mehr geregnet hatte, konnte ich den Abend trocken  in einem "Obstgarten" verbringen. Die beiden anderen Nächte gönnte ich mir wieder ein Zimmer. Wobei ich in der zweiten Nacht etwas privates direkt am See gefunden hatte. In Dan Chang war ich wieder im Hotel. Das Wetter wurde auch wieder besser. Der Regen hat aufgehört und dafür kam die Sonne zum Vorschein. Natürlich wurde es auch wieder heisser. Aber durch den Fahrtwind wurde es ein bisschen erträglicher. 

 

20. Juni 2018 Dan Chang - Kanchanaburi (120 km)

Heute führte meine Strecke mehrheitlich durch flaches Gebiet. Dazwischen ging es manchmal durch Kilometer lange geradeaus Strecken. Diese waren sehr langweilig und mühsam zu fahren. Da der Himmel strahlend blau war, waren die Temperaturen entsprechend hoch. So viel geschwitzt wie heute, hatte ich schon lange nicht mehr. Zum Glück kam immer wieder eine Waldstrecke, somit konnte ich zwischendurch im Schatten fahren. Da der Verkehr recht massiv zugenommen hatte, wurde es recht mühsam. Die letzten Kilometer musste ich recht kämpfen. Aber nach 120 km war ich endlich am Ziel. Nach dem einrichten im Guesthouse, schaute ich noch die nähere Umgebung an.

 

21. Juni 2018 Kanchanaburi

Stadtbesichtigung / Ruhetag

 

22. Juni 2018 Kanchanaburi - Bangkok (Zugfahrt)

Aus diversen Gründen (Bequemlichkeit, Erholung, Zeit etc.) entschloss ich mich, die Weiterfahrt mit dem Zug zu machen. Da ich noch nie in meinem Leben dritte Klasse gefahren bin, wollte ich auch das mal erleben. Ich muss sagen, die Wagen die hier im Einsatz waren, konnten bei uns auch vor 50 Jahren, keine Zulassung bekommen. Aber was solls. Es soll ein Abenteuer sein und nicht 0815. Auch so konnte ich die Fahrt geniessen. Nach dem wir an der Endstation der Strecke angekommen sind, musste ich noch ein paar Kilometer bis zu meiner Unterkunft radeln. Alle sagten, die Fahren hier wie verrückte. Das kann ich nicht bestätigen, die Fahren genau so, wie anderswo auch :-)

 

23. Juni 2018 Bangkok

Stadtbesichtigung

 

24. Juni 2018 Bangkok

Stadtbesichtigung

25. Juni 2018 Bangkok

Stadtbesichtigung

 

26. - 29. Juni 2018 Bangkok - Poipet, Kambodscha (240 km)

Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage länger hier bleiben, aber da mein Visum in ein paar Tagen abläuft, musste ich weiter. Heute lies ich mir Zeit, da ich nur 34 km geplant hatte. Somit schlief ich etwas länger und genoss danach das super Morgenessen. Dann ging es zum Flughafen, der genau an der anderen Seite von Bangkok ist. Das bedeutet, dass ich heute quer durch die Stadt fahren musste. Aber das meisterte ich mit links. Ich war sehr positiv überrascht. Habe viele male gehört, dass hier ein übler Fahrstil herrscht. Das kann ich auch nach dieser Fahrt nicht bestätigen. Die Fahrt war für mich sehr interessant und konnte gleich noch das wirkliche Bangkok sehen. Das wie bei vielen anderen Orten vom Touristischen Plätzen etwas abweicht. Als ich dann beim Flughafen ankam, suchte ich das Hotel und danach ging es noch auf Erkundungs Tour. Bei der Suche nach einer Unterkunft, sah ich, das ganz in der Nähe ein Fahrrad Laden ist. Dieser wollte ich noch sehen. Als ich dann drin war, fragte ich, ob sie Karton hätten, um das Velo für den Flug "einzuboxen". Als er das mit einem JA und mit einem Wink in die hintere Ecke andeutete, war ich sehr erleichtert. Das war alles was ich eigentlich wissen wollte und verlies dankend den Fahrrad Laden.
Am nächsten Morgen verlies ich das Hotel wieder etwas früher. Den für heute waren über 90 km geplant. Dieser Abschnitt war sehr mühsam. Der Erste Teil war noch in Ordnung aber dann wurde die Strasse erneuert. Das hiess, sehr viele Umleitungen und lange Strecken auf ungeteerten Strassen. Das Ganze zog sich über 10 km. Als die Baustelle dann endlich fertig war, begann es leicht zu regnen. Nach ein paar Minuten wurde es plötzlich dunkel und ein Gewitter war in Anmarsch. Zum Glück sah ich gleich darauf eine Strassenbeiz mit einem riesigen Dach. Kaum war ich drin, da begann es mächtg schütten. Da es gerade Mittagszeit war, bestellte ich mir etwas zu Essen. Nachdem ich fertig war, war das Gewitter auch fast durch. Nach ein paar Minuten fuhr ich dann wieder weiter. Den Rest der Strecke war wieder alles in Ordnung und so konnte ich gute Kilometer machen. Als ich dann in Khao Hin Son angekommen war, suchte ich mein nächstes Guesthouse und erkundete noch die kleine Stadt.
Am nächsten Tag ging es dann nach Sakaeo. Diese Fahrt war im Gegensatz zu den anderen recht langweilig. Es ging mehrheitlich geradeaus. Dafür konnten wieder gute Kilometer gemacht werden. Als ich ankam, quartierte ich mich wieder in die neue Unterkunft ein. Da die Stadt eigenlich nichts zu bieten hatte, blieb ich in meinem Zimmer und machte das YouTube Video über Thailand fertig. Tags darauf ging es dann über die Grenze nach Kambodscha. Auch diese Fahrt war recht langweilig. Die Gegend sah mehr oder weniger immer gleich aus. Plötzlch war die langersehnte Grenze zu Kambodscha vor mir. Das hiess für mich wieder ein gewaltiger Wechsel. Den ab hier ist nicht nur die Währung anders, sondern ab hier wird auch wieder rechts gefahren. Aber zuerst einmal mischte ich mich in das Menschengewimmel und suchte den Weg zu den verschiedenen Stationen. Leider war das Fotografieren etc. verboten, sonst hätte ich einige Bilder zum schmunzeln anbieten können.

Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Iran)

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#6 Iran

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26. April 2018 Tabris

Heute war ein ganz besonderer Tag. Denn heute werde ich ausnahmsweise nicht mit dem Fahrrad, zum nächsten Ziel fahren, sondern mit dem Bus. Da mir jeder etwas anderes erzähle, war ich auch wieder entsprechend nervös. Irgendwie war die Kommunikation innerhalb der Busgesellschaft etwas kreativ. Da ich so oder so vor hatte, mehr als eine Stunde früher dort zu sein, beruhigte mich etwas. Diese Entscheidung war genau richtig. Denn der Bus fuhr nicht wie angekündigt um 10. 30 Uhr sondern schon um 09.45. Die Begründung war nur, dass der Kurs von gestern wegen dem Streik annulliert wurde. Was für mich nicht wirklich einleuchtend war. Somit war ich dann etwas unter Zeit Druck. Dank der Routine schaffte ich in kürzester Zeit, das Fahrrad und die Taschen zu verstauen. Kaum sittzte ich im Car, da fuhren wir auch schon davon. Als wir etwas ausserhalb von Yerevan waren, kam schon der erste Streikposten. Dieser hielt uns für 1 ½ Stunden auf. Nach knapp einer Stunde folgte dann der zweite und der dritte. Da die Busfahrt schon ohne Zwischenfälle 16 bis 17 Stunden dauerte, war das für alle im Bus ,nicht wirklich Ideal. Aber da alle voll hinter dem standen, gab es auch keinen Grund, gereizt zu sein. Alle nahmen es einfach hin. Danach ging es auf den überaus holprigen und kurvenreichen Strassen weiter Richtung Armenischer-Iranischer Grenze. Dort ging dann die ganze Prozedur auch über eine Stunde. Aber dadurch hatte ich Zeit, dank meiner Mitreisenden, bereits etwas Iranisches Gelt einzutauschen und eine Iranisch SIM-Karte zu besorgen. Da dies seit kurzem, für Ausländer nicht mehr möglich ist, schenkte mir ein Mitreisender seine alte SIM-Karte. Als ich die Karte und das Guthaben bezahlen wollte, lehnte er das strikte ab. Als dann der Bus nach gründlichster Kontrolle vorfuhr, stiegen wir alle wieder ein und setzten unsere weiterhin sehr holprige Fahrt fort. Als wir dann endlich in Tabriz ankamen, montierte ich wieder meinen Sattel ans Fahrrad und hänge meine Taschen an die Träger. Danach ging es zu meiner nächsten Unterkunft. Da ich dieses Mal über «Warmshower» etwas organisiert hatte, war ich in einer Gastfamilie eingeladen. Da die Gastfamilie wusste, dass ich etwa um 06.00 Uhr eintreffen würde, war das SMS auch kein Problem. Nach einem kurzen Gepräch mit dem Gastgeber ging ich dann sofort ins Bett.

 

27. April 2018 Tabriz

Nach dem Frühstück konnte ich dank Sina meinem Gastgeber meiner SIM-Karte etwas Guthaben für den Datentransfer bereitstellen. Was dank der Arabische Schrift für mich unmöglich war. Zudem habe ich auch kein Iranisches Bankkonto. Nach einigen versuchen war mein Reserve Handy im Iranischen Telefon Netz und konnte auch als Hotspot gebraucht werden. Danach ging es mit seinem Freund zu einem nahegelegenen sehr schönes Tal, wo wir dann wie zu alten Zeiten in einem entsprechenden Restaurant zu Mittag assen. Als wir dann wieder zurück in der Stadt waren, fuhren wir noch zu seinem Englisch Lehrer, um ein Buch abzuholen. Nach einem sehr Interessanten und langem Gespräch, verabschiedeten wir uns wieder und fuhren nach Hause. Als höhepunkt gab es noch kuzr vor Mitternacht ein Traditionelles Abendessen. Das wir natürlich am Boden sitzend einnahmen.
An diesem Tag konnte ich mehr über das Land und Leute erfahren, wie ich mir das je vorstellen konnte. Die Bewohner sind sehr herzlich und hilfsbereit. Leider hinterlassen die grossen Probleme des Landes auch spuren bei der Bevölkerung. Besonders bei den Jugendlichen. Das wurde mir an diesem Tag unmissverständlich mitgeteilt.

 

28. April 2018 Tabiz

Stadtbesichtigung mit Sina

 

29. April - 6. Mai 2018 Tabriz - Hamedan (700 km)

Mein letzter Tag in Tabris war angebrochen. Also höchste Zeit meine Sachen zusamen zu packen und an das Fahrrad zu montieren. So das ich gleich nach dem Frühstück gleich losradeln konnte. Wie immer bekam ich ein super Frühstück. Danach war es Zeit bye bye zu sagen. Zu meiner Überraschung kam Sina auch mit und begleitete mich zu einer Stelle von wo aus ich selbst zurecht kam. Dort angekommen, wollte ich ihm noch ein Schweizer Taschenmesser schenken. Aber er lehnte es ab. Ich brauche es dringender, meinte er. Als ich sagte, dass ich noch eines hätte, änderte nichts an seiner Meinung. Somit verabschiedeten wir uns und ich fuhr Richtung Osten. Genauer gesagt, zum Urmia Lake. Von dort aus ging es nach Urmai, Saqqez, Sananday und Hamedan. Übernachtet habe ich manchmal im Zelt aber die meiste Zeit wurde ich von Leuten eingeladen und konnte auch gleich bei ihnen übernachten. Der Verkehr war ein bisschen stärker wie angenommen aber der Lärm und der Gestank von den Abgasen waren für mich OK. Habe in der Türkei schlimmeres erlebt.
Als ich noch 70 km vor Hamedan war, wurde der Himmel plötzlich schwarz. Ich ahnte schlimmes und suchte nach einem unterstand. Kurze Zeit später sah ich eine Tankstelle und fuhr gleich zu einer Stelle, wo ich vom Regen geschützt war. Es ging nicht lange, da fing es an zu schütten. Die freundlichen angestellten von der Tankstelle boten mir noch einen Tee an, den ich an einem warmen Ort einnehmen konnte. Als ich dann wieder draussen war, dauerte es nicht lange, bis ein Auto neben mir auftauchte. Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass er nach Hamedan fährt. Da es immer noch regnete, bot er mir eine Mitfahrgelegenheit an. Diese nahm ich dankend an. Das Fahrrad konnte ich auf der Ladefläche verstauen. Da wir uns gut verstanden, konnte ich auch gleich die nächsten drei Tagen bei ihm und seiner Frau übernachten. 

 

07. Mai 2018 Hamedan

Stadtbesichtigung und Ali Sadr Cave

 

08. Mai 2018 Hamedan

Stadbesichtigung

 

09. - 13. Mai 2018 Hamedan - Isfahan (450 km)

Nach drei interessanten Tagen in Hamedan, war es wieder Zeit, loszufahren. Wie auch in Tabris, begleitete mich mein Gastgeber Magid, mich zu einem Kreisel, der ein bisschen ausserhalb vom Zentrum lag. Nach der Verabschiedung, machte ich mich auf den Weg nach Isfahan. Die Route hatte ich so geplant, dass ich möglichst wenig an den stark befahrenen Hauptstrassen fahren musste. Das Wetter am ersten Tag war leider nicht so gut. Musste mehrere male im Regen fahren. Zum Glück dauerte es nicht lange, bis die Sonne wieder zum Vorschein kam und ich auch noch etwas von der Landschaft sehen konnte. Diese war mehrheitlich Hügelig mit vielen Kurven. Somit war es auch abwechslungsreich. Als ich dann nach 70 km nach einem Zeltplatz umschaute, sah ich im Moment nichts. Als ich dann in ein kleines Dörfchen einfuhr, stand plötzlich ein Mann auf der Strasse. Dieser machte mir via Handzeichen zu verstehen, dass er mich zum Essen einladen wollte. Das nahm ich danken an. Kurze Zeit später, sitzte ich mit seiner Familie am Boden und wir assen etwas. Danach wollte er mich noch unbedingt sein Land Zeigen. Kurze Zeit später war ich in einem Auto und wir fuhren zu seinen Ackern, wo er Kartoffeln, Karotten, Melonen etc. anbaute. Da es schon fast dunkel war, lud er mich auch noch zur Übernachtung ein. Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Arak. Aber schon nach wenigen Kilometern wurde ich von der Polizei gestoppt. Ohne es zu Wissen, hatte ich eine Speerzone betreten. Nach einem kurzen Besuch bei der Polizei Station und einer Eskorte zu einer Kreuzung, die ausserhalb der Speerzone war, konnte ich meine Reise wieder fortsetzen. Leider musste ich meine Route verlassen und ich musste einen Umweg von mehreren Kilometern hinnehmen. Als ich dann endlich in die nähe von Arak kam, fand ich ein super Zeltplatz. Von dort konnte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen. Am nächsten Morgen ging es nach Chomein. Da ich sehr hungrig war, suchte ich einen kleinen Imbiss laden und ass dort etwas. Als ich danach wieder losfahren wollte, wurde ich von einer sehr nette Familie angehalten. Diese wollte mich unbedingt näher kennenlernen und mich zum Essen einladen. Da ich gut in der Zeit war, nahm ich die Einladung dankend an. Der Vater war Maschinenbau Ingenieur und wollte unbedingt mehr von der Schweiz wissen. Wie so viele, die ich kennengelernt hatte, wollte auch er auswandern. Nach einem sehr interessanten Nachmittag, verbrachte ich die Nacht ausnahmsweise in einem Hotel. Am nächsten Tag fuhr ich dann weiter Richtung Isfahan. Diese Strecke war für mich die Beste von der ganzen Iran Reise. Dies Strassen waren sehr wenig befahren und die Landschaft war einfach genial. Nach ca. 70 km sah ich eine kleine Oase in mitten der kargen Landschaft. Da auch noch ein paar andere Leute da waren entschloss ich mich, dort vorbeizuschauen. Dort suchte ich mir ein Plätzchen und verbrachte dort einige Zeit. Nachdem die Leute gegangen waren, baute ich mein Zelt auf und übernachtete dort.
Am nächsten Tag ging es weiter durch die karge aber noch sehr eindrucksvolle Umgebung. Als ich in Alavijeh war, mache sich ein Mann mit Handzeichen bemerkbar, da ich nichts verlieren konnte, stoppte ich neben ihm. Nach einem kurzen Gespräch über meine Reise, wollte er mehr wissen und lud mich zu sich nach Hause ein. Als ich dann in Shahin Share an der genannten Adresse ankahm, wurde ich sehr herzlich von ihm und seiner Familie empfangen.
Am nächsten Tag machte er frei und so konnten wir gemeinsam das nahegelegene wunderschöne Isfahan erkunden.

 

14. Mai 2018 Isfahan

Stadtbesichtigung

 

15. - 21. Mai 2018 Isfahan - Schiras (550 km)

Nach einem weiteren Abschied machte ich mich auf, Richtung Schiras. Der erste Teil war recht mühsam. Da ich nicht auf der Autobahn fahren wollte, nahm ich die Nebenstrassen. Diese führten mich durch Industriegebiete und kleinere Dörfer. Aber als ich einen kleineren Hügel bezwungen hatte, lag eine sehr eindrückliche zerklüftete Berglandschaft vor mir. Da der Verkehr sich in Grenzen hielt, konnte ich die Fahrt vollumfänglich geniessen. Kurz vor Talkhunche, wurde ich wieder zum anhalten aufgefordert. Wie schon ein paar Tage zuvor, wurde ich wieder eingeladen. Als ich dann an der genannten Adresse ankam, gab es zuerst etwas zu Essen. Danach konnte ich einem traditionellem ritual zuschauen. Ein Schaf wurde geschlachtet. Als mein Gastgeber meine verhalten bemerkte, zog er mich lachend weg und wir machten mit dem Fahrrad einen kleinen Rundgang durch das Städtchen. Ich glaube, ich war an Orten, die nie zuvor ein Tourist gesehen hatte. Nach einem leckeren Abendessen sassen wir noch etwas zusammen. Dann ging es zu Bett (am Boden)
Am nächsten Tag ging es weiter mit der Fahrt. Die Landschaft war ähnlich wie am Tag zuvor. Aber durch die Sonne und den Schatten, sah es immer wieder anders aus. In der nähe von Abadeh, suchte ich mir einen Zeltplatz und übernachtete dort.
An nächsten Tag ging es über 2555 m.ü.M. Aber dank Rückenwind und märchenhafter Landschaft war das problemlos machbar. In er nähe von Safashar übernachtete ich wieder im Zelt. 
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Pasargadae wo ich die gleichnamige Historische Site besuchte. Übernachtet habe ich dann in einem Nomaden Dorf, welches ca. 10 km landeinwärts war. Dort konnte ich das traditionelle Leben einer Familie live miterleben. 
Am nächsten Tag ging es dann nach Persepolis. Als ich dort ankam, fragete ich nach einem Platz, wo ich das Zelt aufstellen konnte. Kurze Zeit später stand mein Zelt an einem sehr schönen und schattigen Ort. Als die Sonne unterging, konnte ich einen sehr schönen Sonnenuntergang mit der Kulisse von Persepois, beobachten. 
Am nächsten Morgen besuchte ich für zwei Stunden die Site. Danach ging es dann nach Schiras.

 

22. Mai 2018 Schiras

Stadtbesichtigung

 

23. Mai 2018 Schiras

Stadtbesichtigung

 

24. Mai 2018 Schiras

Einfach den Tag geniessen / Reisevorbereitung

 

25. - 30. Mai 2018 Schiras - Bandar Abbass (Qeshm/Hormuz) - Schiras (Bus)

Am späteren Abend begab ich mich zum  Bus-Terminal, um mit dem Nachbus nach Qeshm zu gelangen. Diese Fahrt dauerte fast 9 Stunden. Kaum war ich dort angekommen, wurde ich auch schon durch meinen Gastgeber Amir Daryanavard von Dargahan in meine Unterkunft gebracht. Dort war schon ein zweiter Couchsurfer. Gemeinsam machten wir dann eine kleine Rundfahrt durch die Insel Qeshm. Am zweiten Tag machten wir dann die andere Hälfte. Wir besuchten unter anderem folgende Orte.
- Korbas Cave
- Chahkuh Gorges
- Stars Valley
- Hara Forest
- Tandis Valley
- und vieles mehr

Am dritten Tag ging es dann um 13:00 Uhr mit der Fähre nach Hormuz. Als ich um 15:00 Uhr ankam, mietete ich ein TukTuk für eine Inselumrunden. Da die Insel sehr klein ist, habe ich die Weiterreise mit der Fähre nach Bandar Abbass um 18:00 geplant. Dort angekommen, wartete ich noch ein bisschen, bis mich wieder ein Nachbuss nach Schiras brachte.

 

31. Mai 2018 Schiras

Reiseplanung und Fahrrad "einboxen"

 

01. Juni 2018 Schiras

Abflug nach Chiang Mai

 

Abenteuer Weltreise, auf nach Osten (Georgien, Armenien)

Bilder

#5 Georgien Armenien

Video

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09. April 2018 Batumi

Neues Land, bedeutet auch, ich muss wieder Landkarten besorgen. Wie auch schon in der Türkei, bekommt man diese nur sehr schwer. Wie der Zufall es wollte, sah ich das Touristen-Büro und versuchte dort mein Glück. Sie hatten welche, aber nicht in dem Massstab, welches ich wollte. Als ich nachfragte, wo man so eine bekommt, schüttelte sie nur den Kopf. Dann war auch für mich das Thema abgeschlossen. Wenn ich mehr sehen will, habe ich ja noch die Karten auf dem Handy. Danach fragte ich sie noch, ob die Route, die ich fahren will, zurzeit befahrbar sei. Da zeigte sie mit dem Finger auf einen Bereich und sagte. Dieser Abschnitt wird erst in ein paar Tagen eröffnet (Wintersperre). Erstaunt von dieser Aussage, fragte ich noch nach einer Alternativ Route. Danach lief ich noch etwas duch die Stadt und genoss das schöne Wetter.

 

10. April 2018 Batumi

Stadtbesichtigung

 

11. April 2018 Batumi

Ausflug zum Botanischen Garten

 

12. - 15. April 2018 Batumi - Tiflis (375 km)

Im Gegensatz zu der Türkei, sind die Strassen nicht mehr vierspurig und haben auch keinen Fahrrad Streifen. Dafür hat es viel weniger Verkehr und es ist wieder möglich, auf Nebenstrassen auszuweichen. Da macht das Fahrrad fahren wieder Spass. Nachdem ich Batumi verlassen hatte, reduzierte sich der Verkehr massiv, so konnte ich die Kühe, Schweine etc. am Strassenrand um so mehr bestaunen. Ist immer wieder faszinierend, was so ein Länderwechsel bewirken kann. Die Moscheen wichen den Kirchen und immer wieder kamen Kreuze zum Vorschein. Im Allgemeinen sind die Georgier ärmer wie die Türken und sind leider nicht mehr so Kontaktfreudig. Die Landschaft ähnelt bis jetzt dem Schweizer Mittelland inklusive den Bergen. Tagsüber konnte ich die wunderschöne und zum Teil sehr einsame Landschaft geniessen. Die Nacht verbrachte ich im Zelt, irgendwo im Grünen. Dafür gönnte ich mir in Tiflis wieder ein Bett in einer Pension. Klar, war es nicht immer heiterer Sonnenschein aber im grossen und ganzen konnte ich die Fahrt bis kurz vor Tiflis geniessen. Der Verkehr nahm stark zu und ich schlängelte mich so durch den Grossstadt Verkehr. 

 

16. April 2018 Tiflis

Stadtbesichtigung

 

17. April 2018 Tiflis

Ausflug zum Botanischen Garten und noch anderes mehr.

 

18. - 23. April 2018 Tiflis - Jerewan (280 km)

Nach drei erholsamen Tagen in Tiflis, machte ich mich wieder auf, nach neuen Abenteuern. Sobald ich der Agglomeration von Tiflis entkam, wurden die Strassen auch wieder einsamer. Somit konnte ich mich wieder der Landschaft und nicht mehr dem Verkehr widmen. Die Strecke führte mich durch einsame und wunderschöne Gegenden. Das erste Ziel, was ich ansteuerte, war Wanadsor. Diese kleine Stadt liegt auf 1350 m.ü.M. Das wollte ich in zwei Tagen schaffen. Der erste Tag verlief ohne grössere Probleme und kam recht gut voran. Voll Optimismus machte ich mich auch beim zweiten Tag auf die Tour. Die ersten zwei Drittel waren gemäss Plan. Es war ein stetiges langsamen aufsteigen, von 500 auf 1350 m.ü.M. Dann kam die letzte Kreuzung, die mich zum Ziel führen sollte. Da war aber ein nicht übersehbares Schild, mit dem Hinweis «Strasse gesperrt», platziert. Voller Entsetzen von der unvorhersehbaren Neuigkeit, musste ich zuerst mal an den Strassenrand, um mich neu zu Orientieren. Dabei fielen mir zwei Herren auf, die Warnwesten trugen und nach Bauarbeitern aussahen. Zu meinem Glück konnten diese perfekt Englisch und so konnten wir uns gut verständigen. Nach ein paar Worten, stellte es sich heraus, dass die Strasse soeben wieder geöffnet wurde. Mit dieser Neuigkeit schwang ich mich wieder aufs Rad und setzte meinen Weg fort. Nach ein paar Kilometern wurde mir dann klar, wieso die Strasse gesperrt wurde. Am Anfang war die Strasse in einem ziemlich guten Zustand aber nach und nach wurde diese zu einem Feldweg oder noch schlimmer. Dadurch wurde das Vorwärts kommen sehr mühsam und jeder Kilometer musste erkämpft werden. Aber das macht das Tourenfahren ja aus. Man kann nicht immer alles im Voraus wissen. Das ist ja das Abenteuer, was ich mit dieser Reise erleben will. Als ich dann in Wanadsor ankam, war ich froh, dass ich hier ein B&B gebucht hatte. Somit konnte ich mich auf dieser Höhe von diesen Strapazen wieder erholen. Da die Wettervorhersagen für den nächsten Tag starker Regen mit Gewitter voraussagten, entschloss ich mich, einen zusätzlichen Tag hier zu bleiben.
Als ich am nächsten Morgen aus dem Fenster schaute, regnete es immer noch. Zudem kam der Schnee bis fast zur Haustüre. Somit verlängerte ich meinen Aufenthalt um einen weiteren Tag. Da die Stadt eigentlich nichts zu bieten hatte, verbrachte ich die meiste Zeit im B&B. Das war die Gelegenheit, mein Georgien Video fertig zu stellen.
Am nächsten Tag schien wieder die Sonne und es war deutlich wärmer. Mit diesen Bedingungen stand meiner Weiterfahrt nichts mehr im Wege. Mein nächstes Ziel war Aparan. Dazwischen musste ich auf über 2'200 m.ü.M. Der Pass war sehr einfach zu fahren. Oben angekommen, war ich mitten in einer wunderschönen Winterlandschaft. Danach ging es nur noch abwärts. Da waren meine Bremsen wieder voll im Einsatz. In Aparas übernachtete ich, um am nächsten morgen nach Yerevan weiter zu fahren. Dabei sah ich immer wieder Leute, die gegen den Ministerpräsidenten demonstrierten. Diese machten sich hauptsächlich mit der Autohupe bemerkbar. Somit hatte ich den ganzen Tag ziemlich viel krach um die Ohren. In Yerevan war dann der Höhepunkt. Die ganze Stadt war in einem absoluten ausname Zustand. Es war ein riesen Lärm aber die Demo verlief ohne Zwischenfälle Als ich dann das Guesthouse verlies, gab es nur eine Richtung. Tausede von Leuten liefen zum Zentrum, um ihren Sieg gegen den Ministerpräsidenten zu feiern. Dieser hatte kurz zuvor seinen Rüchtritt bekannt gegeben. Somit war ich dann automatich mitten in der absoluten gewaltlosen Feier. Die ganze Stadt feierte, es war ein unglaubliches Gefühl. Alle machten mit, sogar die Polizisten. Diese aber ein wenig zurückhaltender. 

 

24. April 2018 Yerevan

Stadtbesichtigung

 

25. April 2018 Yerevan

Stadtbesichtigung.
Die Proteste gehen weiter!

 

26. April 2018 Yerevan - Täbris (Iran)

Aus Sicherheitsgründen habe ich beschlossen, die Weiterreise mit dem Bus fortzusetzen. Die Strassen sollen in diesem Abschnitt in einem sehr schlechten Zustand sein und die Wettervorhersagen sind auch nicht wirklich gut.

Jegliche Haftung wird notorisch abgelehnt.